Lebensraum Leugene

Findlinge – blinde Passagiere auf dem Rücken der Gletscher

Als Findlinge bezeichnet man Gesteinsblöcke, welche von ihrer Geologie her nicht den Gesteinen der Umgebung entsprechen, und somit über weite Distanzen transportiert worden sein müssen. Entlang des Jurasüdfusses hat der Rhone-Gletscher, welcher durch ständiges Abschmelzen an der Stirn und gleichzeitigen Eisnachschub aus den Alpen wie ein riesiges Fliessband funktionierte, eine Unzahl solcher aus dem Alpenraum stammender Findlinge abgelagert. Die bis mehrere Kubikmeter grossen Findlinge bestehen vornehmlich aus Gneis, Granit und alpinen Kalken. Die grösseren Exemplare stehen unter Naturschutz. Deshalb werden bei Bauvorhaben gefundene Exemplare, da sie nicht zerkleinert sondern nur disloziert werden dürfen, oft als Dekoration entlang von Strassen oder auf Plätzen wieder verwendet. Die beim Bau der A5 zwischen Biel und Solothurn gefundenen Findlinge sind im Findlingsgarten in Grenchen ausgestellt und beschrieben.

Findling
Als Gedenkstein über die Vollendung der drei Werke Güterzusammenlegung Lengnau-Pieterlen-Meinsiberg, Autobahnbau N5 und Renaturierung Leugene wurde ein tonnenschwerer Findling, der beim Ausbau der Leugene gefunden wurde, ausgewählt.