Lebensraum Leugene

Der Solothurnersee

Nach dem Rückzug des Rhonegletschers staute sich in der vom Gletscher übertieften Senke hinter der Stirnmoräne bei Wange a. A. das Wasser zum sogenannten Solothurner See. Dieser See reichte von Wangen a. A. bis nach Payerne und La Sarraz und umfasste auch die heutigen Jurarandseen Bieler-, Neuenburger- und Murtensee. Die Molassehügel, so auch der Bütteberg, ragten aus dem See als kleine Inseln hervor. Ob es sich beim Solothurner See tatsächlich um ein zusammenhängendes Gewässer handelte ist umstritten. Besser stellt man sich die Senke als Seen- und Moorlandschaft vor, welche aus zahlreichen Seen und Tümpeln sowie breiten Flusslandschaften bestand. In dieser Senke, und damit auch im Leugene-Tal, wurden während dieser Zeit fluviatile Sande, Seebodenablagerungen und Verlandungssedimente abgelagert. Als lokale Besonderheit hervorzuheben ist dabei die Einlagerung von Schüss-Schotter in den Verlandungssedimenten des Leugene-Tales.

Quelle: Matthias Nast 2006, Die Geschichte der Juragewässerkorrektion; Verein Schlossmuseum Nidau

Solothurnersee
Bildvorlage: Geotechnisches Institut