Lebensraum Leugene

Pumpwerk Stöcken – das Erbe der Schüss

Der Untergrund im Bereich des Pumpwerks Stöcken besteht aus Verlandungssedimenten mit unregelmässig eingelagerten grundwasserführenden Kies- und Sandlinsen des Schüss-Schuttkegels und von Schuttkegeln vom Bütteberg. Die Kieslinsen des alten Schüssschuttkegels, deren Grundwasser mit dem Pumpwerk „Stöcken“ genutzt wird, keilen gegen Norden und Osten aus (siehe Profil Leugene-Tal). Damit handelt es sich beim genutzten Grundwasservorkommen um ein lokal eng begrenztes Vorkommen in den ansonsten nur schlecht durchlässigen Verlandungssedimenten. Dementsprechend limitiert ist auch die Ergiebigkeit des Vorkommens. Beim Starten des Pumpbetriebes sinkt der Grundwasserspiegel innerhalb der Linse relativ schnell ab, so dass nach der Startphase nur ein beschränkter Pumpbetrieb möglich ist.

Als Ergänzung zur Kirchquelle und zur Überbrückung von Trockenperioden, in denen die Kirchquelle nur wenig Wasser führt, suchte die Burgergemeinde in der Talebene auf eigenem Land nach Grundwasser. In den „Stöcken“ wurde im Jahre 1949 Grundwasser gefunden und darauf hin ein Bohrbrunnen mit Pumpwerk und dazugehörender Leitung erstellt. Bei geringem Wasseranfall aus der Kirchquelle liefert das Pumpwerk „Stöcken“ Ersatzwasser. Der Vorgang wird automatisch gesteuert.

Beat Aeschbacher
Grundwasser
Bild: © Wasserwirtschaftsamt des Kantons Bern