Lebensraum Leugene

Erste Leugenekorrektion

Die Erstellung des Leugene Kanals zwischen Biel und der Eisenbahnunterführung bei Lengnau datiert aus den Zwanzigerjahren, als späte folge der ersten Juragewässerkorrektion (1868-91). Das seinerzeitige Projekt diente insbesondere der weiteren Entwässerung und Urbanisierung der Talebene zwischen Biel und Pieterlen. Mit der Entwässerung hatte die Setzung des Terrains und die Zersetzung der oberen Moosschichten in der von der Leugene durchflossenen Talung begonnen.

Im Jahre 1818 wurde ein Projekt ausgearbeitet, welches eine Vertiefung der Leugene oberhalb der SBB-Querung vorsah. Massgebend für die Eintiefung der Kanalsohle war damals nicht die mit 4.3 m3/s berechnete Hochwassermenge, sondern die erforderliche Tiefenlage der bestehenden Entwässerungsleitungen. Wegen den schlechten Baugrundverhältnissen wurden armierte Betonhalbschalen zur Sicherung der Bachsohle verwendet.

Der Kostenvoranschlag für die damals ausgeführte Leugenen-Korrektion betrug für 4.3 km Fr. 424'000.- oder Fr. 98.60 pro m. Die Bauarbeiten wurden zwischen 1919 und 1921 ausgeführt.

Leugene in Betonkorsett
Leugene in Betonkorsett