Lebensraum Leugene

Autobahn und Leugene

In den Jahren 1994 bis 1999 wurde der Landbedarf für das gesamte Trasse sichergestellt. Gleichzeitig konnte das für die Offenlegung des Leugenebachs erforderliche Land zwecks Realisierung der auferlegten ökologischen Ersatzmassnahmen erworben werden. Der alte Bachlauf wurde im Rahmen des Autobahnbaus in seiner Linienführung angepasst und musste im südlich Lengnau umgelegt werden. So fliesst die Leugene heute einen Teil parallel der A5 entlang.



Wildtierpassage «Stöck»

Wollen Wildschweine aus ihrem Kernverbreitungsgebiet im Jura ins Mittelland vorstossen, stehen ihnen am Jurasüdfuss zahlreiche Hindernisse im Weg. Dazu zählen die Juraseen. Als gute Schwimmer vermögen die Wildschweine diese Seen allerdings zu durchqueren. Auch Strassen bilden in der Regel keine Probleme. Ungleich markantere Hindernisse und unüberwindbare Barrieren sind die ausgedehnten Siedlungsräume und die eingezäunten Autobahnen. Eines der wenigen Gebiete, in denen vom Jura in Richtung Mittelland ungehindert möglich sind, ist der Wildtierkorridor „Stöck“ bei Pieterlen. Er ist von nationaler Bedeutung. Die Ökobrücke „Stock“ liegt im Bereich eines bestehenden Wildwechsels. Sie hat die Form eines dreifeldrigen Rahmens und überspannt Autobahn und SBB Gleise in beiden Richtungen. Das Bauwerk wurde entsprechend den Lebensansprüchen von Wildtieren gestaltet. Die Anlage wird von Menschen nicht betreten. Es stehen Deckungs- und Rückzugs- und Nahrungsmöglichkeiten für Wildschwein, Reh oder Hase bereit. Im Projekt „Stöck“ wurden die neusten Erkenntisse zur Benutzungshäufigkeit von Wildtierpassagen umgesetzt.


Bild: Tiefbauamt des Kantons Bern