Lebensraum Leugene
Biber im Grossen Moos

Biber im Grossen Moos

Eine breit abgesttzte Arbeitsgruppe hat im Auftrag des Jagdinspektorats, unter Einbezug der Interessensvertreter sowie unter Bercksichtigung der gesetzlichen, kologischen, konomischen und technischen Rahmenbedingungen ein Managementkonzept fr den Umgang mit dem Biber im Grossen Moos (Berner Seeland) erarbeitet.

Biber: Ziele des Managementkonzepts

Ziele des Managementkonzepts

  • Ein Nebeneinander von Biber und Mensch im Grossen Moos wird angestrebt.
  • Einerseits kann sich der Biber in den geeigneten Lebensrumen soweit wie mglich seinen natrlichen Bedrfnissen entsprechend verhalten.
  • Andererseits mssen die Funktionen und Aufgaben der Landwirtschaft und anderer Nutzungen sowie der dazu ntigen Infrastrukturen gewhrleistet bleiben.
  • Durch den Biber verursachten Konflikte werden mittels geeigneter Prventionsmassnahmen mglichst verhindert und auf ein tragbares Mass minimiert. Im Konfliktfall kommen geregelte Ablufe und Zustndigkeiten zum Zuge. Der Mehraufwand wird fr alle Beteiligten minimiert.
Jagdinspektorat des Kantons Bern, Bild: FaunAlpin
Biber: Ausgangslage

Ausgangslage

  • Der Biber besiedelt das Grosse Moos in zunehmenden Mass.
  • Die Bestnde im Seeland bilden einen zentralen Teil der Schweizer Population.
  • Seine baulichen Ttigkeiten geraten dabei in Konflikt mit menschlichen Nutzungsansprchen aus Wasserbau und Landwirtschaft, welche in der Region eine sehr hohe Bedeutung haben.
  • Die durch den Biber verursachten Konflikte mit Infrastrukturen nehmen entsprechend zu.
  • Fr die Vergtung daraus entstehender Schden gibt es keine gesetzliche Grundlage.
  • Deshalb ist ein integrativer Ansatz zum Umgang mit dem Biber ntig, welcher Potenzial, Ursache und Auswirkung von Konflikten bercksichtigt.
Jagdinspektorat des Kantons Bern, Bild: U. Hofer
Biber: Konfliktpotenzial und Ursachen
Biber: Konfliktpotenzial und Ursachen

Konfliktpotenzial und Ursachen

  • Frassschden an Feldfrchten und an Holz sind marginal und werden entschdigt.
  • Die beiden Hauptkonflikte sind der Bau von Dmmen und Erdbauten. In beiden Fllen ist das Konfliktpotenzial fast im ganzen Grossen Moos hoch bis sehr hoch.
  • Durch Dmme entstehen Rckstaus, die Funktion der Kanle kann beeintrchtigt und das umliegende Land vernsst werden.
  • Durch Erdbauten knnen Wege einbrechen oder Bschungen abrutschen.
Jagdinspektorat des Kantons Bern, Bilder: U. Hofer
Biber: Aktionsplan

Aktionsplan

  • Ein Aktionsplan regelt das Vorgehen im Konfliktfall, d.h. von effektiven oder sich abzeichnenden Schden an Infrastrukturen, verursacht durch die Bauttigkeit des Bibers (Dmme und Bauten).
  • Es wird unterschieden zwischen der kurz- und mittelfristiger Schadensbehebung sowie langfristigen Prventions- und Abwehrmassnahmen.
  • Die Kanle des Grossen Moos werden in drei Managementzonen eingeteilt (rot/gelb/grn) mit unterschiedlichen Ablufen und Verantwortlichkeiten.
  • Die Unterhaltsequipen der Wasserbauverantwortlichen erhalten in der roten Zone weitgehende Befugnisse, um Schden rasch und unbrokratisch zu verhindern bzw. zu beheben.
  • Die Wildhut spielt in allen mittel- und langfristigen Massnahmen, der Prvention, sowie generell in der gelben und grnen Zone eine zentrale Rolle.
  • Der Informationsfluss zwischen Unterhaltsequipen, Wildhut und div. Partnern wird verbessert.
Jagdinspektorat des Kantons Bern, Bild: FaunAlpin