Lebensraum Leugene
Ufervegetation

Ufervegetation

Ufervegetation (Schilf, Rohrglanzgras und Hochstauden) als Verlandungszone im Übergang vom Wasser zum Land. Lebensraum für viele selten gewordene Vögel und Libellen. Auf Beschattung, Düngung und Entwässerung empfindlich reagierender Lebensraum.

Sumpfrohrsänger
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Sumpfrohrsänger

Der Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) ist vom Teichrohrsänger nur an Strukturmerkmalen des Flügels und an seinem Gesang sicher zu unterscheiden. Der Gesang ist viel melodiöser und variantenreicher als derjenige des Teichrohrsängers. Der Sumpfrohrsänger nistet oft an Sümpfen und Gräben auch in dichten Büschen oder in hoher krautiger Vegetation (z.B. auch Brennnesseln). Er zieht im August/September in den Süden und kehrt Mitte Mai zurück.

Zimmermann, Bild: FotoNatur
Südlicher Blaupfeil

Südlicher Blaupfeil

Der Südliche Blaupfeil (Orthetrum brunneum) ist eine wärmeliebende, mittelgrosse Libellenart (Flügelspannweite ca. 7cm). Sie bevorzugt flache, vegetationsarme und sonnige Kleingewässer (Flugzeit Juni-August). Oft sitzt das blau gefärbte Männchen an kahlen Uferstellen. Die Larven benötigen eine Entwicklungszeit von 2-3 Jahren im Wasser.

Zimmermann, Bild: T. Henschel
Grosse Pechlibelle

Grosse Pechlibelle

Die Grosse Pechlibelle (Ischnura elegans) gehört, trotz Namen, zu den Kleinlibellen (Flügelspannweite bis 4cm). Die blau-schwarze (Weibchen auch grünlich) Libelle sitzt oft an der Ufervegetation stehender oder langsam fliessender Gewässer (Flugzeit Mai-Septem¬ber). Dank der raschen Entwicklung der Larven im Wasser, können bis zu 3 Generationen pro Jahr auftreten.

Zimmermann, Bild: U. Hofer
Gebänderte Prachtlibelle

Gebänderte Prachtlibelle

Die Gebänderte Prachtlibelle (Calopterix splendens) ist eine typische Art für Fliessgewässer mit üppiger Ufervegetation. Die blaugrün schillernde Färbung und die dunkle Flügelbinde sind unverkennbare Merkmale der mittelgrossen Libelle (Flügelspannweite bis 7cm). Die Männchen verteidigen ihr Territorium von einer höher gelegenen Sitzwarte aus im Schwirrflug (Flugzeit Mai-August). Die Larven leben in der Wasservegetation. Ihre Entwicklungszeit dauert etwa 10 Monate.

Zimmermann, Bild: U. Hofer
Schilf

Schilf

Schilf (Phragmites australis) ist eine bis zu 3m hohe Pflanze mit schmalen, langen und steifen Blättern. Schilf besiedelt die Ufer (Land und Wasser) stehender oder langsam fliessender Gewässer. Der Schilfgürtel ist Lebensraum vieler stark bedrohter Vogelarten. Schilf wurde bis anfangs 20. Jahrhundert auch als Baustoff verwendet (vorwiegend für Dachbedeckung). Ein Zusammenhang der Namensgebung „Reetdach“ und „Ried“ (Sumpfstandort) ist eindeutig.

Zimmermann
Teichrohrsänger
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Teichrohrsänger

Der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) ist ein kleiner Singvogel (etwa Sperlingsgrösse) ohne auffällige Merkmale in seinem braun-weisslichen Gefieder. Sein Gesang ist das unverkennbare Bestimmungsmerkmal. Er nistet ausschliesslich im Schilf, wovon er mindestens eine Fläche von 2 Aren beansprucht. Der Teichrohrsänger zieht im September/Oktober in den Süden, von wo er Ende April wieder zurückkehrt.

Zimmermann, Bild: FotoNatur