Lebensraum Leugene
Nutzwald

Nutzwald

Holz ist ein Industrieprodukt, entstanden aus Bäumen. So gesehen ist der Wald eine Holzfabrik. Diese Fabrik ist allerdings von besonderer Art, denn sie wird mit Sonnenenergie betrieben und der verursachte «Lärm» besteht aus Blätterrauschen und Vogelgezwitscher.
Holz ist – wie andere Pflanzenfasern – der einzige Rohstoff, der sich laufend selbst produziert. In vielen Wäldern wird aber deutlich weniger Holz genutzt als nachwächst. Damit entsteht ein Ungleichgewicht, so dass der Schweizer Wald heute nicht nachhaltig aufgebaut ist.

Waldpflege

Waldpflege

Damit überhaupt qualitativ hochwertiges Holz geerntet werden kann, muss der Nutzwald zunächst über Jahrzehnte gepflegt werden.
Im Wald herrscht ständige Konkurrenz um Licht, Nährstoffe und Raum. In diese Wettbewerbssituation greift der Förster gezielt ein. Die Kunst dabei ist, die Entwicklung des Waldes nicht gegen, sondern mit der Natur zu steuern. Bei einer Durchforstung beispielsweise bestimmt der Förster diejenigen Bäume, welche entfernt werden müssen, damit andere viel versprechende Exemplare günstigere Wachstumsbedingungen haben.

Zahnd
Fichte

Fichte

Die Fichte (Picea abies) ist ein stattlicher Nadelbaum, der 50 m hoch und 600 Jahre alt werden kann. Wegen ihrer rötlichbraunen Rinde wird sie oft auch Rottanne genannt.
«Jede Ficht hat ihr Gesicht» ist ein alter Försterspruch und bringt zum Ausdruck, dass die Fichte eine besonders formenreiche Baumart ist.
Die Fichte gedeiht an fast allen Standorten. Ihre Anspruchslosigkeit macht sie für andere Baumarten zu einer beinahe unschlagbaren Konkurrentin. Auch in der Vielfalt der Verwendung ihres Holzes ist die Fichte unübertroffen.
Die Fichte ist nicht nur die häufigste Baumart in der Schweiz (4 von 10 Bäumen sind Fichten), sie ist auch der wichtigste Baum für die mitteleuropäische Holzwirtschaft.

Zahnd, Bild: B. Aeschbacher
Industrieholz

Industrieholz

Aus einem Baumstamm lassen sich nur knapp zwei Drittel des Volumens in Bretter schneiden. Der Rest des Holzes landet in Öfen oder wird industriell verwertet. Dieses Industrieholz ist nichts anderes als Rohholz, das mechanisch oder chemisch «zerkleinert» wird.
Holz steckt in vielen Produkten des täglichen Bedarfs - oftmals unbemerkt, weil das «stämmige» Ursprungsmaterial nicht mehr sichtbar ist. Selbst im Orangensaft schwimmt Holz: ohne den beigemischten Zellstoff läge das Fruchtfleisch unten und das Wasser bliebe oben.

Zahnd
Nussbaum

Nussbaum

Die Walnuss (Juglans regia), auch Welsche Nuss genannt, findet man bei uns meist im Siedlungsraum und eher selten im Wald. Der Baum bevorzugt fruchtbaren Boden in milden Lagen (Weinbauklima). In den Wäldern am Fuss des Vorbergs findet er ideale Wuchsbedingungen. Da der Nussbaum sehr lichtbedürftig ist, braucht er regelmässige Pflege durch den Förster.
Nussbaumholz ist mit seiner schwarzbraunen Farbe und den wolkigen Strukturen eines der begehrtesten heimischen Möbelhölzer.

Zahnd, Bild: Wikipedia