Lebensraum Leugene

Generelles Projekt 1993

Entlang der ganzen Bachstrecke wurde das bestehende Gerinne und die einzubeziehende Umgebung lage- und höhenmässig aufgenommen. Daraus wurden Projektgrundlagen im Ist-Zustand (Situation, Längenprofil, Querprofile usw.) angefertigt, um anschliessend das entsprechende Wasserbauprojekt aus-zuarbeiten. Parallel dazu wurden weitere Unterlagen wie Werkleitungspläne, Zonenpläne, Grundwasserschutzzonen, archäologische Schutzgebiete, Entwässerungskonzepte, Wegbaupläne im Güterzusammenlegungsgebiet angefordert. Die entsprechenden Angaben wurden in die Pläne übertragen und bei den Projektierungsarbeiten berücksichtigt. Wegen den teilweise ungünstigen Bodenverhältnissen wurden umfangreiche Abklärungen zur Ermittlung des Baugrundes, der Grundwasserverhältnisse und anliegender Objekte in Auftrag gegeben.

Mit den zuständigen Ämtern, Behörden und betroffenen Eigentümern wurde Kontakt aufgenommen um verschiedene Abklärungen vorzeitig in die Wege zu leiten. So konnten erforderliche Landerwerbe, Massnahmen Sicherung Sammelkanal, Anpassung Baulinien, Integration Gehweg- und Strassennetz, Brückenkonzept, Sicherungskonzept, Landbewertung, Naherholungsgebiet Moosgärten usw. bereits grösstenteils geklärt werden. Aus all diesen Auflagen, Informationen und Komponenten sowie abgeschlossener hydraulischer Berechnung wurde ein Wasserbauplan ausgearbeitet, der als Grundlage für die etappenweise Realisierung der hochwasserschützerischen Massnahmen unter Einbezug von naturnahen Wasserbaumethoden dient.

Auschnitt der Wasserbauplan-Zeichnung von Peter Rötlisberger
Bildauschnitt des Wasserbauplans
Zeichnung: P. Rötlisberger

Stabilisierung des Ufers

Auf der Aussenseite einer Kurve werden durch den starken Druck, den das Gewässer auf die Böschung auswirkt, die Ufer erodiert. Mit der Zeit kommt es in diesen Bereichen zu Hangrutschen, die ihrerseits dem Gewässer eine neue Fliessrichtung geben. Dies führt flussabwärts zu weiteren Erosionen und Hangrutschen. Aus diesem Grund werden die Prallufer verstärkt. Dies kann durch den Einbau von grösseren Steinblöcken erfolgen. Die naturnahe Methode besteht darin, dass Flechtzäune eingebaut werden. In Kombination mit dem Wurzelwerk geeigneter Bäume und Sträucher entsteht so eine stabile Böschung.

Stabilisierung des Ufers
Flechtzaun aus Weidenästen

Stabilisierung des Ufers
Schwarzerlen