Lebensraum Leugene

Wasserhaushalt im Einzugsgebiet der Leugene

Wasserhaushalt im Einzugsgebiet der Leugene
Einzugsgebiet Einzugsgebiet
Quellen/Zuflsse Quellen/Zuflsse
Hochwasserentlastung Hochwasserentlastung
Klranlage Klranlage
Grundwasser Grundwasser
Niederschlag/Meteorwasser Niederschlag/Meteorwasser
Kanalisation Kanalisation
Siedlungsentwsserung Siedlungsentwsserung

Die Leugene sammelt das anfallende Wasser in ihrem Einzugsgebiet und leitet es in die Aare ab. Sie kann im obersten Bereich rund 8 m3/s und bei der Mndung in die Aare etwa 12 m3/s ohne berflutung transportieren.
Bei Trockenwetter stammt das Wasser in der Leugene hauptschlich vom Grundwasser, das seinerseits durch die zahlreichen Karstquellen des Juras gespiesen wird. Normalerweise kommt aber auch Wasser aus dem Siedlungsgebiet, das in der Klranlage gereinigt wird und anschliessend in das Gewsser geleitet wird.

Bei starken Niederschlgen fhrt die Leugene sehr viel mehr Wasser. Sie wurde fr folgende Hochwassermengen ausgebaut:

Biel:8 m3/s
Pieterlen:10 m3/s
Lengnau:11 m3/s
Mndung:12 m3/s

Mit diesen Abflusskapazitten ist sichergestellt, dass es nur noch bei ausserordentlichen und seltenen Ereignissen zu berflutungen kommt. Wie selten solche Ereignisse sind, darber streiten sich die Experten.

Die Bestimmung des maximal anfallenden Wassers ist sehr komplex und deshalb ist man auf Messungen und wenn solche nicht vorhanden sind, auf Erfahrungswerte und Abschtzungen angewiesen.

Hier ein Beispiel: Die Kanalisationen werden fr einen kurzen 20 mintigen Starkregen wie er nur bei starken Gewittern vorkommt, gebaut. Auf ein solches Ereignis reagiert das Grundwasser und die Leugene kaum, weil ein grosser Teil des Regens durch die Vegetation und die Poren des Bodens aufgenommen wird. Das Grundwasser reagiert auf die Schneeschmelze und Dauerregen ber mehrere Tage. Dauerregen haben ein viel geringere Intensitt, weil sie aber sehr viel lnger dauern, ist ihr Volumen sehr viel grsser. Damit ist klar, dass nicht beide Wassermengen addiert werden mssen, weil nicht gleichzeitig ein Platzregen und ein Dauerregen eintreten kann.
Das schlimmste Szenario ist, wenn auf eine Klteperiode mit viel Schnee ein Wrmeeinbruch folgt, der viel Regen bringt. In diesem Fall kann der Regen nicht in den gefrorenen Boden versickern und er fliesst auf der Oberflche ab. Hinzu kommt noch das Schmelzwasser. Es fliesst also mehr Wasser in die Leugene als vom Himmel fllt.